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Alte Bleirohre in Hagen erkennen und sanieren

Aktualisiert am 05.09.2026 · Rohrreinigung Hagen

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Kurzantwort: Bleirohre in Altbauten sind ein ernstes Gesundheitsrisiko, weil Blei ins Trinkwasser übergehen kann. Erkennen können Sie sie am silbergrauen, matten Glanz und der weichen Oberfläche. Ein Austausch ist in den meisten Fällen Pflicht und sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

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Warum sind Bleirohre gefährlich?

Blei ist ein giftiges Schwermetall, das sich im Körper ansammelt und besonders für Kinder, Schwangere und Ungeborene gefährlich ist. Schon kleine Mengen können zu Entwicklungsstörungen, Nierenschäden und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Seit dem 1. Dezember 2013 gilt in Deutschland ein Grenzwert von 10 Mikrogramm Blei pro Liter Trinkwasser (Trinkwasserverordnung, TrinkwV).

Bleirohre können diesen Grenzwert überschreiten, besonders wenn das Wasser längere Zeit in der Leitung gestanden hat, also nach Urlaub oder morgens beim ersten Aufdrehen des Hahns.

In welchen Gebäuden sind Bleirohre noch vorhanden?

Bleirohre wurden in Deutschland bis in die 1970er Jahre verlegt, hauptsächlich in den Hausanschluss- und Wohnungsinstallationsleitungen. Besonders betroffen sind Altbauten in Hagen, die aus der Gründerzeit, den 1920er bis 1950er Jahren stammen, und die seitdem nicht saniert wurden.

Wie erkennt man Bleirohre?

  • Farbe und Glanz: Bleirohre sind silbergrau und matt. Im Vergleich dazu sind Kupferrohre rötlich-braun, Stahlrohre silbrig-glänzend und Kunststoffrohre weiß oder grau.
  • Weichheit: Blei ist ein sehr weiches Metall. Wenn Sie mit einem Fingernagel über das Rohr kratzen, hinterlässt das eine sichtbare Spur.
  • Form: Bleirohre haben oft einen leicht geschwungenen oder verbogenen Verlauf, weil das Material biegsam ist.
  • Wassertest: Lassen Sie das Wasser nach längerem Stillstand (mindestens vier Stunden) ohne vorheriges Ablaufen untersuchen. Ein akkreditiertes Labor kann den Bleigehalt messen.

Was müssen Vermieter tun?

Wenn Grenzwertüberschreitungen bei Blei festgestellt werden, sind Vermieter verpflichtet, die Mieter zu informieren und die Leitungen zu sanieren. Die Kosten können in bestimmten Grenzen auf die Miete umgelegt werden, wenn es sich um eine Modernisierungsmaßnahme handelt. Mieter haben bei nachgewiesener Grenzwertüberschreitung das Recht auf Mietminderung.

Sanierungsmöglichkeiten

  • Vollständiger Austausch: Die sicherste und dauerhafteste Lösung. Bleileitungen werden entfernt und durch Kupfer- oder Kunststoffrohre ersetzt.
  • Innenbeschichtung (Inlining): In bestimmten Fällen kann eine Innenbeschichtung der Rohre den Übergang von Blei ins Wasser reduzieren. Diese Methode ist jedoch nur als Übergangslösung anerkannt.
  • Filteranlage: Trinkwasserfilter können Blei aus dem Wasser entfernen. Auch das ist keine dauerhafte Lösung, kann aber als Überbrückung dienen.

Sofortmaßnahme beim Verdacht

Wenn Sie in einem älteren Hagener Haus wohnen und Bleirohre vermuten: Lassen Sie das Wasser morgens und nach Abwesenheit mehrere Minuten laufen, bevor Sie es zum Trinken oder Kochen verwenden. Nutzen Sie für Kinder und Säuglinge abgepacktes Wasser, bis Klarheit besteht.

Fazit

Bleirohre in Hagen sind kein Einzelfall in alten Gebäuden. Wer vermutet, noch Bleileitungen zu haben, sollte rasch handeln: Wassertest beauftragen, Fachbetrieb einschalten und auf vollständigen Austausch setzen. Das schützt Gesundheit und steigert den Immobilienwert.

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